TV: Vielleicht, vielleicht auch nicht

Januar 22, 2012

© KR

Wieder ein Film den ich mir merken muss.
Der Titel: „Vielleicht, vielleicht auch nicht“

Will (gespielt von Ryan Reynolds) lebt in Scheidung.
Eines Tages will seine elfjährige Tochter Maya von
ihm wissen wie es zur Trennung ihrer Eltern kam.
Sie löchert ihren Vater mit Fragen zu dessen Liebesleben.
Will gibt nach und erzählt Maya von den drei Frauen
in die er in seinem Leben verliebt war, ohne jedoch zu verraten
welche der drei Mayas Mutter ist.
Sie soll es erraten.
Dass so ein Film in die Schublade „Frauenfilm“ eingestuft wird,
braucht man sich nicht wundern.
Warum?
Weil der Hauptdarsteller gutaussehend ist, auf dem
College war und intelligent ist.
Weil es um Gefühle geht.
Weil Gewalt und Action darin keine Rolle spielen.
Weil alles so schön weich rüberkommt,
Im Leben gibt’s nichts wirklich Schlimmes.
New York ist sooo eine tolle Stadt.
Alles läßt sich ganz ruhig und intelligent und ohne Geschrei lösen.
Und am Schluß noch ein Happy-End. Was braucht man mehr
zum Glücklichsein?
Und genau deswegen ist so ein Film eine Wohltat.
Wellness vor dem Fernseher, die man sich auch mal gönnen darf.

Die drei Frauen haben gemeinsam dass sie alle schön, clever,
tough und gebildet sind und auf eigenen Füßen stehen können.
Wills Frauentyp ist also eine Partnerin auf Augenhöhe.
Verflossene sind als gute Freundin erhalten geblieben.
Hässliche Szenen gibt es nicht.
Dass Will auch mal ein Tief im Leben durchmacht
wird zwar gezeigt. In dieser Phase holt ihn z. B. seine
„Freundin“ einmal überraschend in seiner Wohnung ab.
Aber dadurch dass sie auf die auf dem Fernseher klebenden
Nudeln mit dem Kommentar „ach, ich sehe heute gab es
Nudeln zum Abendessen“ reagiert, wird wie üblich die
Mentalität „alles wird gut“ demonstriert.

„Kreativ und intelligent“ ist das Gesamt-Motto.
Und so ist auch der Film gemacht.
Mit viel Abwechslung und guten Dialogen kommt keine
Langeweile auf.

Das Leben ist zwar anders, aber ab und zu darf man
sich ganz bewußt ein Wärmepflaster auf die
verspannte Seele kleben.

2011 in review

Januar 1, 2012

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 4.500 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

TV: Zeiten des Aufruhrs

Dezember 26, 2011

Das TV-Programm am ersten Weihnachtsfeiertag ist ja phänomenal.
Auf den ersten Blick ins Programmheft bin ich für Ice Age 3.
Mal wieder ein bisschen was zu lachen haben, das wär doch nicht
schlecht. Doch nach der ersten Minute und ein wenig rumzappen
drängt es mich doch eher zu „etwas Neuem“.
Nicht das Alte widerkäuen – auch wenn es schöne Erinnerungen
erinnert.
Mir ist eher nach neuen Eindrücken, neuen Ideen, Inspirationen.
Deshalb entscheide ich mich doch für „Zeiten des Aufruhrs“ mit
Leonardo DiCaprio und Kate Winslet. Die, wie ich später finde,
ihre Rollen so grandios gut spielen, dass es einfach nicht besser geht.


Die Zusammenfassung im Heft lautet:
„Frank Wheeler führt mit seiner Frau April und zwei kleinen Kindern
im
Connecticut der 50er Jahre ein beschauliches Leben.
Er mag seinen Bürojob zwar nicht sonderlich, doch der bringt
genug
Geld für ein schönes Heim ein. Nach einem misslungenen
Versuch,
in der Theaterbranche Fuß zu fassen, ergibt sich auch
seine Frau dem
Alltagstrott ihrer Hausfrauenrolle.
Als beide beschämt einsehen müssen,
dass sie längst in Routine
erstarrt und im verhassten Kleinbürgertum
angekommen sind,
schlägt April vor, in Paris einen Neuanfang zu wagen.“

…….Soweit das Programmheft.
Beide spüren, dass die Liebe bröckelt (Frank hat sich sogar auf
einen Seitensprung eingelassen) und dass die Ambitionen
die man einmal hatte, verloren gegangen zu sein scheinen.
Mit einem Neuanfang könnte man vielleicht noch einmal das
Ruder herumreißen.
Alles ist schon fest geplant. Die Freunde und Bekannten sind
informiert. Die Schiff-Tickets sind gekauft.
Da wird April schwanger. Und gleichzeitig bekommt Frank die
Chance auf berufliche Karriere.
Dieser Zerreißprobe hält die Beziehung nicht mehr stand.
Frank möchte doch lieber den bequemeren Weg gehen und bleiben.
April ist unglücklich mit der Situation so wie sie ist.
„Ich kann nicht weg und ich kann nicht bleiben“, sagt sie
einmal voller Trauer.
Am Ende tötet April das ungeborene Leben das sie in sich trägt.
Was auch sie kurz danach umbringt.

Ein ernster Film. Fast schon ein unbequemer.
Zum einen, weil er einem einen Spiegel vorhält.
Mir, dem Zuschauer, geht es wie den Freunden im Film.
Die Idee an sich ist toll.
Sich selbst finden wollen. Was ist meine Bestimmung?
„Wer bin ich – und wo will ich hin?“
Jedem geht es so.
Mindestens ab der Pubertät hat sich das jeder einmal gefragt.
Und spätestens in den Vierzigern haben viele ein
Problem mit der Abrechnung.
Ja, die Idee an sich ist toll. Aber welche Unbequemlichkeiten
ist man bereit dafür einzugehen?

Das Zweite, warum der Film unbequem ist, ist der Blick
auf das Thema Lebenspartner.
Eine Frage die wir uns genauso seit der Pubertät stellen:
„Was ist Liebe?“
Wenn der eine Partner irgendwann einmal feststellt, dass er
die Frage „wo will ich hin?“ anders beantwortet als der andere
dann realisiert man, dass die Liebe schwindet.
Was also ist Liebe?
War es dann überhaupt Liebe was wir miteinander hatten?
Liebe ist also nicht nur ein romantisches Gefühl,
sondern ein Vertrag mit dem Vertragsgegenstand:
Wo wollen wir gemeinsam hin?

Der Film ist wie ein gutes Buch.
Er zeigt Szenen die zum Teil unaufgeklärt bleiben.
Der Betrachter wird nicht zur Lösung -,
er wird zum Nachdenken geführt.

Von wegen besinnlich

Dezember 20, 2011

Was? Schon 4 Kerzen an auf dem Adventskranz?
Das kann doch nicht sein.

Im Geschäft geht’s, wie üblich zu Weihnachten,
richtig rund.
Auch zwischen den Jahren wird volle Pulle gearbeitet.

Auf den Straßen fahren die Menschen als ob es Vollmond wäre.
Alle haben es eilig. Alle haben was zu erledigen.
Jeder hat irgendwas das noch schnell fertig werden sollte.

Die Wochenenden sind kurz.
Nur der Sonntag ist noch zur Erholung übrig geblieben.

Von wegen besinnlich.

 

Abschied von Vater

Dezember 9, 2011

Seinen 80sten Geburtstag durfte er noch erleben.
Das war lange sein großes Ziel.
Noch einmal ein großes Fest feiern.
Aber zuletzt wollte er nicht mehr.
Sein 80ster Geburtstag verlief so, dass ihn die Menschen die ihm
ihre Anerkennung zeigen wollten (und davon gab es viele) in seinem
Wohnzimmer besuchten, wo er sein Pflegebett hatte.
In den letzten Wochen kam auch noch die Dialyse dazu.
Dass das die Betroffenen so anstrengt, das wußten wir vorher nicht.
Einerseits war er so schwach, sein Körper war verbraucht
und er brauchte die Dialys.
Andererseits hat ihn die Dialyse fertig gemacht.
Ein Dilemma.

Die Geschichte vom Ende begann vor etwa 10 Jahren.
Da hatte er seinen ersten Herzstillstand.
Er konnte wiederbelebt werden.
Das passierte noch zweimal.
Bis er dann einen Herzschrittmacher bekam.
Das mit den Stillständen war zwar dann erledigt, aber dass er ein
viel zu großes Herz mit einer daraus resultierenden schlechten
Pumpwirkung hatte, daran konnte man nichts ändern.
Der Pflegedienst kam einmal täglich.
Ein Pflegeheim kam nicht in Frage.
Das wollte ihm keiner von uns antun.
Mutter, sie ist 76, war zwar manchmal am Ende ihrer Kräfte.
Aber sie wollte ihm nun, da das Ende in Sicht war jeden Wunsch erfüllen.

Es war am vorletzten Montag als er zur Dialyse ins Krankenhaus
abgeholte wurde. Das ging nur noch mit einem Liegend-Transport.
Als er nun zur Dialyse war, rief das Krankenhaus an
„er gefällt uns nicht, wir behalten ihn hier“.
Am nächsten Morgen kam dann der Anruf meiner Frau aus dem
Krankenhaus. „Die Ärzte sagen ihr sollt alle kommen – es geht
zuende mit ihm“.
Kurz vor Mittag war ich dann im Krankenhaus.
Nach einiger Zeit waren alle acht in dem Intensivstationszimmer
versammelt.
Auch die Enkelkinder. Sie sind nun alle zwischen 19 und 27.
Nur mein Bruder nicht. Der war in Spanien.
Vater war nicht mehr ansprechbar.
Seine Atmung sah reflexartig und verkrampft aus.
Als ob er sich noch gegen das Ende wehrt.
Wir gingen davon aus, dass er uns trotzdem hören konnte.
Und so sprachen wir mit ihm und unterhielten uns
und hielten abwechselnd seine Hand.
Immer mal wieder mit Tränen in den Augen.

Die Bindung die die Enkelkinder zu ihm zeigten überraschte
mich etwas. Aber so ist das wohl oft.
Mir hat er eine strenge Erziehung angedeihen lassen.
Die Enkelkinder wurden eher verhätschelt.
Ich bin ihm dankbar dass ich eine behütete Jugend hatte.
Er ließ mich zur Schule gehen so lang ich wollte.
Und er förderte meine musikalische Ausbildung.

Am Nachmittag wurde klar dass mein Bruder mindestens bis
22 Uhr brauchte bis er hier sein würde.
Ob es daran lag, dass er dann loszulassen schien?
Die Atmung wurde immer ruhiger. Es sah aus als ob er schlief.
Um etwa 17 Uhr beschlossen wir, dass die Mädchen
sich verabschieden sollten.
Das war ein schwerer Moment für sie.
Viele Tränen, Schluchzen und Umarmungen.
Und ein letzter Abschiedskuss. Die Jungs wollten bleiben.
Um 18:30 tat er dann seinen letzten Atemzug.
Das Krankenhauspersonal ließ uns Zeit so lange wir brauchten.
Dann nahmen auch wir Abschied und willigten der Frage ein,
dass die Netzhaut zur Spende zur Verfügung steht.

Am nächsten Tag klärten mein Bruder und ich die Angelegenheiten
beim Bestattungsinstitut.
In der Leichenhalle nahmen wir nochmals Abschied.
Die Enkelkinder machten mit der Seelsorgerin sogar noch einen
zweiten Termin für den Sonntag aus.
Dabei legten sie einen Abschiedsbrief, eine Zeichnung
aus Kinderzeiten und ein Andenken in den Sarg und
scheuten nicht mal vor einer Berührung der Leiche.
Beerdigung war dann am Montag. Unzählige Leute waren da.
Er war beliebt und hat viel für andere getan.
Er hatte ein großes Herz – im wahrsten Sinne des Wortes.
Das war nochmal ein schwerer Tag.
Aber das lange Abschiednehmen.
Die Rituale. Das hilft das alles zu verarbeiten.
So gab es nicht nur Tränen in diesen Tagen,
sondern auch ab und zu auch mal ein Lachen,
wenn wir uns gemeinsam an Erlebtes zurückerinnerten.

Frauen sind berechnend

November 25, 2011

„Frauen wollen uns glauben machen dass sie die Opfer sind.
Dass wir ihre Herzen zum Spaß brechen.
Sie sagen sie wollen wahre Liebe.
Aber alles was sie wollen ist eine Checkliste.
Ist er perfekt?
Ist er attraktiv?
Ist er ein Arzt?
Ihr Männer die ihr diese Kriterien erfüllt, macht euch nichts vor.
Weil sie nicht mit EUCH schlafen.
Sie schlafen mit einer ausgeklügelten, berechnenden Pro und Contra-Liste.
Geld geht vor Charakter.
Aussehen geht vor Seele.
Oberfläche geht vor Tiefgang.
Keine Geste, egal wie ehrlich gemeint, oder romantisch,wird es
je mit einer solchen beeindruckenden Checkliste aufnehmen können.

………

Das ist die nackte Wahrheit:
Ist eine Frau scharf auf zwei Typen nimmt sie immer den
mit dem besseren Lebenslauf.“

 

Zitiert aus dem Film „Die nackte Wahrheit“ (The ugly truth)

Natürlich………das ist bewusst provokant formuliert.
Aber seid mal ehrlich Mädels…….es ist nicht aus der Luft gegriffen.

Jennifer Rostock

November 2, 2011

© K.R.

Jennifer Rostock am 01.11.2011 im LKA in Stuttgart.

Erst vor etwa einem Monat bin ich fast zufällig im Netz auf
diese Band gestoßen. Was ich dort sah und hörte hat mich
so beeindruckt und neugierig gemacht, dass ich gleich
geschaut habe ob man sie auch mal live hören kann.
Ich denke man tut niemandem weh wenn man es in
der Kurzbeschreibung mit Punkrock überschreibt.
Der südlichste Termin der aktuellen
Mit-Haut-und-Haar-Tour
war an Allerheiligen im LKA-Longhorn in Stuttgart.
Also nichts wie Tickets bestellen.

Nun war es gestern soweit. Runde 150 km Anreise.
Einen ausgewiesenen Parkplatz gibt es nicht.
Aber obwohl wir spät dran sind finden wir noch einen.
Gegen 20:30 treffen wir also im LKA ein.
Zu diesem Zeitpunkt spielte die Vorgruppe
Ich kann Fliegen“ noch.
Der Sound im LKA war schonmal super.
Die Räumlichkeit hat eine gute Akustik.
Schwarz ist die überwiegende Farbe in dem
langgezogenen Saal der geschätzte 500 Menschen
aufnehmen kann, was an diesem Abend auch ausgenutzt wird.
Die linke Saalseite kann man sich als Verlängerung der Bühne
vorstellen. Es fehlt also etwas an Breite.

Unsere Vorbereitung auf diesen Abend war der
Kauf der beiden CD’s „Ins offene Messer“ und
„Mit Haut und Haar“, um die Songs kennenzulernen.
Wir waren sehr gespannt ob die Band beim Live-Auftritt
das halten kann was die Song-files versprechen.
Die Meßlatte haben sie sich jedenfalls sehr hoch gelegt.
Kann der Drummer diese exakte Spielweise bei dem
oft sehr hohen Tempo tatsächlich halten?
Hat Jennifer die umfangreichen, manchmal
nicht einfachen Texte tatsächlich alle drauf?

In der Vorbereitung schaut man auch mal auf die
homepage der Band. Denn….
Wer kennt schon Jennifer Rostock?
In unserer Gegend jedenfalls kaum jemand.
Die Sängerin heißt Jennifer mit Vornamen, aber nicht
Rostock mit Nachnamen.
Dass sie einen Song haben der „Es war nicht alles schlecht“ heißt,
läßt einen spekulieren….
kommen die wohl aus dem deutschen Osten?
Jennifer und Joe kommen aus der Region Usedom.
Alex, Christoph und Baku kamen später in Berlin dazu.

Zu meiner Überraschung konnten viele Mädchen die Texte.
Die Band hat also doch Fans in unseren Breitengraden.
Und scheinbar ist diese sexy, wilde, rotzfreche Rockröhre
ein Vorbild für eine weibliche Fangemeinde.
Man erkennt sofort, dass Jennifer nicht nur die Texterin
sondern auch die dominante Frontfrau und Entertainerin ist.
Sie strahlt die Energie die ihre Musik in sich trägt förmlich aus.
Sämtliche hochgehängten Meßlatten wurden gehalten.
Das Konzert war der Hammer.

Jennifer möge mir das verzeihen, aber ich weiß nicht wie
ich das anders darstellen soll.
Ich möchte sie nicht mit Nina Hagen vergleichen, obwohl,
warum eigentlich nicht?
Ich hab das mit Nina Hagen damals so in Erinnerung:
In ihrer musikalischen Schaffenszeit hatte Nina ihre Hoch-Zeit
als sie mit der Band Spliff zusammen war. Mit andern
(weniger guten) Musikern ist sie in der Versenkung verschwunden.
Nur wenige haben öffentlich zugegeben dass sie diese Musik
mögen. Aber im Geheimen hatte sie viele Fans.
Heute ist sie „Kult“ und berühmt. Man liebt ihre Authentizität.
Nun.
Jennifer zeigt sich genauso authentisch.
Wenn das Publikum solche Dinge tut wie zum Beispiel
den Chor anzustimmen
„du hast die Haare schön, du hast die Haare schön“,
kommt ihr spontan über die Lippen
„da kommt mir gleich das Kotzen“.
Oder
„Heute abend ist viel Dorfjugend hier – mh?“

Das mag vielleicht ihr eigener, spezieller „authentischer“
Humor sein, der zu dem T-Shirt passt den man im
Fan-Artikel-Shop erwerben kann.
Der trägt nämlich auf der einen Seite die Aufschrift
„I hate Jennifer Rostock“ und auf der anderen Seite
„Mit weniger Metall in der Fresse sähe die Alte
ganz o.k. aus.“
Aber für Fernsehproduzenten ist das ein Risiko.
Sowas kommt bei den Zuschauern nicht gut an.

Wir werden sehen ob sie ihr Versprechen halten wird.
Das Versprechen im Song „Der Kapitän“
dass sie die Musikindustrie für
„Lippenlecken-Zähneblecken-Haifischbeckenbusiness“
hält……
„Das sind die Bretter die die Welt bedeuten.
Hörst du die Kasse läuten? Bretter die nur Geld bedeuten.“
Ein Versprechen sich nicht vom Geld korrumpieren zu lassen.

Urloffen, Monsters of Cover 2011

Oktober 30, 2011

29. Oktober 2011: Monsters of Cover in Urloffen

Zumindest für die AC/DC-Coverband „Fake“ gilt:
Ihr erratet es nicht, aber dieses Foto ist von 2008.
Warum ihr es nicht erratet?
Weil es dieses Jahr wieder das Gleiche war.
Gleicher Ort, gleiche Band, gleiche Musik.
Naja, so ist das eben wenn Musik gecovert wird.
Es wiederholt sich.

Außerdem gab es noch „Eddie’s Revenge“ die
die Band Iron Maiden covert.
Auch sie war nicht zum ersten Mal in Urloffen.

Als Auftakt gab es „Zorn“ die Musik der Band Korn spielt.

Man setzte in Urloffen dieses mal auf Bewährtes
und macht lieber keine Experimente mehr wie
2009 mit einer Roobie Williams – Variante, die
damals zu sehr aus der Reihe fiel.
Monsters of Cover steht eben eher für „Hartes“.
Dafür ging die Rechnung der Veranstalter dieses
mal wieder auf. Die Halle war gut gefüllt.

Das sind alles Spitzenmusiker. Wirklich.
Ich hab es genossen die Bassdrum in der Magengegend
zu spüren, die Lightshow auf mich wirken zu lassen.
Aber.
Für mich persönlich ist es wohl langsam doch so,
dass ich das nicht mehr haben muss.

Buch: Zufallstreffer (von Jens Braak)

Oktober 25, 2011

Zufallstreffer

Ist das Buch noch in Folie eingeschweißt kann man
auf dem Einband lesen:
„Unsere Welt ist vom Machbarkeitswahn bestimmt.
Strategische Zielsetzung und konsequentes Handeln gelten
als sichere Garanten für Erfolg.
Untersucht man jedoch Erfolge von Menschen und Unternehmen,
zeigt sich eine Gemeinsamkeit:
Die Erfolgreichen sind in der Lage, auf Zufälle zu reagieren und
diese effektiv für sich zu nutzen.….

Jens Braak ist promovierter Physiker.
Seit 1992 coacht er Führungskräfte und berät Unternehmen.
Als Chaosforscher weiß er um die Rolle des Zufalls
in komplexen Systemen und hat daraus seinen Ansatz
des erfolgreichen Chancenmanagements entwickelt.“

Herrn Braak geht es denke ich darum, klarzustellen
wie wenig wir unser Schicksal vorausberechnen können.
Das Leben ist voll von Zufällen. Die gilt es zu nutzen
und nicht daran zu verzweifeln wenn ein „kalkulierter“
Weg nicht zum erhofften Ziel führt.
Anstelle einer Zusammenfassung möchte ich einen
Abschnitt aus dem Buch zitieren.
„Ich habe mir neulich auf einer Party den Spaß gemacht,
glücklich wirkende Paare zu fragen, wie sie sich kennen
gelernt haben. Ich wollte Tipps gewinnen für einen
alleinstehenden Freund, der seine Traumfrau sucht.
Ich kann Ihnen dieses Experiment nur empfehlen:
Es ist sehr unterhaltsam. Vorausgesetzt natürlich,
Sie leben schon in einer glücklichen Partnerschaft.
Sonst wird es wahrscheinlich sehr ernüchternd werden.
Das eine Paar lernte sich auf einer Reise auf einem Berg
in Südamerika kennen – an einem Ort, an dem vielleicht
alle zwei Tage einmal ein Mensch vorbeikommt.
Bei einem anderen Paar wohnte er zur Untermiete
und lernte in der Vermieterin seine Traumfrau kennen.
Eine Frau traf ihren zukünftigen Ehemann auf einer Party.
Sie war in einer ihr fremden Stadt und lief zufällig einer
alten Freundin über den Weg. Die nahm sie spontan mit
auf die besagte Feier – die diese Freundin aber nur deshalb
aufsuchte, weil ihre ursprüngliche Verabredung für einen
Wochenendausflug krank geworden war.
Sollte ich nun meinem Freund raten, auf eine Reise zu gehen
und einen einsamen Berg zu besteigen, in eine fremde Stadt
zu reisen oder sich ein Zimmer zur Untermiete zu suchen?
Der Zufall spielte in allen Geschichten eine so große Rolle,
dass es keinen Zweck hatte, allgemeine Tipps aufzustellen.“

Braak schreibt darüber wie man Chancen erzeugen kann,
wie man sie erkennt und wie man sie verfolgen sollte.

Frauenquote für Führungspositionen

Oktober 17, 2011

In dieser Sache schließe ich mich der Meinung der Zeitung
DIE WELT an:
„Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen.
Dieses Ziel ist in der Politik, aber auch in den Unternehmen,
unumstritten.

Umstritten ist dagegen der Weg zum Ziel, und das nicht nur
zwischen Regierung
und Wirtschaft, sondern auch in der
Regierung selbst.

Auch ein Gesetz, das die Unternehmen zwingt, mehr Frauen in
Führungspositionen zu beschäftigen, wird die Zahl – und
Qualität – der Bewerberinnen nicht erhöhen“

Und auch die Westdeutschen Zeitung aus Düsseldorf hat recht,
wenn sie sagt:
„Der Staat muss nicht alles regeln. Eine Frau, die per Gesetz
zu ihrem
Posten kommt,
wird es in der Männerwelt noch schwerer haben.


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