Michael Schmidt-Salomon schreibt darüber
in seinem Buch “Jenseits von Gut und Böse”:
“Bedenken wir, dass die Sonne, um die wir uns drehen
und auf deren lebensspendende Energie wir angewiesen
sind, nur ein unauffälliger Stern in einem unbedeutenden
Spiralarm am Rande der Milchstraße ist.
Allein unsere Heimatgalaxie umfasst zwischen hundert
und zweihundert Milliarden weiterer Sterne.
Die Andromeda-Galaxie, die sich mit etwa 120 Kilometern
pro Sekunde auf die Milchstraße zu bewegt und in rund
zwei Milliarden Jahren mit ihr kollidieren wird, umfasst weitere
tausend Milliarden Sterne.
Schon dies allein sprengt jede Vorstellungskraft.
Doch neben der Milchstraße und der Andromeda-Galaxie
gibt es in dem von uns einsehbaren Universum etwa
hundert Milliarden weitere Galaxien, die im Mittel aus bis zu
Hunderten Milliarden Sternen bestehen.
Das ergibt insgesamt eine unvorstellbare Anzahl von Sternen.
Hätten wir die gleiche Anzahl von Glasmurmeln, könnten wir
die gesamte Erdoberfläche etwa bis zur Höhe des
Mount Everest damit bedecken.
Ruft man sich diese ungeheuren Dimensionen
ins Bewusstsein,
so weiß man, dass die Erde in der Tat nichts weiter ist als
ein Staubkorn im Weltall.
Was soll man angesichts dieses Faktums nun davon halten,
wenn eine affenartige Lebensform, die sich zufällig auf diesem
Staubpartikel entwickelt hat, eine Spezies, die es vor schlappen
zwei Milliarden Jahren längst noch nicht gab und die es in zwei
Milliarden Jahren wohl längst nicht mehr geben wird, Geschichten
erfindet, die davon handeln, dass das gesamte Universum
letztlich nur für sie geschaffen wurde?
Ist es nicht Ausdruck eines kaum noch steigerungsfähigen
Größenwahns, wenn sich diese Trockennasenaffen-Art, die ihre
Existenz dem zufälligen Überleben rattengroßer Ursäuger nach
dem Einschlag eines zehn Kilometer großen Asteroiden vor
fünfundsechzig Millionen Jahren verdankt, sich einem
imaginären Schöpfer des Universums (Gott) einbildet,
der nichts Besseres zu tun hat, als sich ausgerechnet
in Gestalt dieser Affenart zu inkarnieren (Christentum)
oder aber mit Argusaugen darüber zu wachen, ob
diese vorübergehende Lebensform auf ihrem unbedeutenden
Planetchen Schweinshaxen isst oder nicht
(Judentum, Islam)?!“
Wer hat nach solchen Fakten noch “Argumente dafür” einer Religion
hinterherzurennen? Geschweige denn im Namen einer Religion
andere Menschen bekehren oder gar bekämpfen zu wollen?


