Reisebericht: Urlaub auf Rhodos vom 10.-17. Sept. 2009
Ja – wie war’s nun. Insgesamt „sehr schön“.
Wir haben in dieser Woche sehr viel gesehn. Sogar ein
Regentag mit heftigem Regen war dabei.
Aber der Rest war Sommer-Sonne.

Anthony Quinn Bay © by Klaus Ruf
Da ich Schnorchel-Fan bin, haben wir einige Buchten
und Strände abgeklappert. Als berühmteste Bucht
zeig ich euch hier ein Foto der Anthony-Quinn-Bucht.
Das Wasser ist grundsätzlich glasklar. Man sieht sehr weit
unter Wasser. Speziell in dieser Bucht waren viele
Seegurken (bis zu 1 m) und große Seeringelwürmer, also
so eine Art Riesen-Unterwasser-Tausenfüssler (10-15cm)
anzutreffen. Nicht gerade für jedermanns Geschmack
Enttäuschend ist das Fehlen einer Unterwasser-Flora.
Alles ist kahl und grau. Es gibt lediglich kurze Pflänzchen
an den Felsen.
Da macht man sich schon Sorgen um unsere Erde.
Es wundert mich da schon, dass man trotzdem so viele
Fische antrifft.

Agathi beach © by Klaus Ruf
Wer einen Sandstrand mit ewig langem Flachwasser sucht,
der findet das am „Agathi-Strand“. Zum Karibik-Feeling
fehlen da nur noch die Palmen. Noch gibt es dort kein Hotel.
Als wir da waren, waren da vielleicht grad mal 100 Leute dort.

Lindos © by Klaus Ruf
Als Ausflugsziel hat uns das Dorf Lindos sehr gut gefallen.
Das Dorf hat diese typisch griechisch aussehenden
weißen Häuschen. In den Gassen herrscht eine Art
sympathische Bazar-Stimmung. Und über allem thront
eine Akropolis von wo man eine herrliche
Aussicht auf die wunderschöne Küstenlandschaft
genießen kann.

7 Quellen - epta piges © by Klaus Ruf
Auch ganz besonders war der Ausflug zu den 7 Quellen
(Epta Piges). Eine kleine Schlucht, dessen Wasser
aus 7 Quellen entspringt. Man kann wirklich sehen
wie das Wasser aus der Erde kommt.
Der Ort strahlt eine magische Atmosphäre aus.
Ein Gag ist der begehbare Tunnel durch den
ein Teil des Quellwassers durch den Berg geleitet
wird. 150 m kann man durch das knöcheltiefe
Wasser waten. Am Tunneleingang ist das Ende
nicht zu sehen und es hat gerade mal eine Person
platz. Für den einen oder anderen
ist das schon eine kleine Mutprobe. Mit dem
Handy haben wir uns etwas Licht verschafft.
Tiere haben wir darin keine gesehen, obwohl es
auf dem Pfad in der Schlucht große (aber scheue)
Eidechsen zu sehen gab
Auch sehr schön war der Aufstieg zur Kapelle
„Kira Tsambika“. Abenteuerlich steil ist die Anfahrt
mit dem Auto. Ich hatte echt Skrupel ob das mit
dem Auto zu schaffen ist. Aber wenn Autos runterkommen
dann muss es wohl zu schaffen sein. Und so war es dann auch.
Oben hat man auch wieder eine herrliche Aussicht.
Laut Überlieferung soll Maria hier bei
Kinderwunsch helfen. So gibt es vor dem Maria-Bildnis eine ganze
Reihe mit „Dank-Schreiben“, wo das wohl geklappt hat.
Ein Ausflug in die Altstadt von Rhodos-Stadt ist auch empfehlenswert.
Den Urlauber-Jubel-Trubel-Ort Faliraki kann man sich auch mal
ansehn. Es geht dort aber bis zu Stripteasebars und Prostitution.
Natürlich gibt es auch weniger schöne Dinge.
Es wird viel gebaut. Auf fast jedem Gebäude steht die
Stahlarmierung über. Unser Hotel war auch nicht gerade
umwerfend. Es verwundert einen, dass ein Land der EU
neben den Toiletten Abfalleimer aufstellt in das man das
gebrauchte Toilettenpapier reintun soll, weil das
Kanalsystem unterdimensioniert ist.
Und das sogar im Flughafen, wo man doch meinen sollte
dass das ein modernes Gebäude ist.
Die Griechen haben eben auch einen „eigenen Charakter“
Und ich vermute mal, dass es in ihrem Wortschatz
kein Wort für „knusprig“ gibt 
Aber in der Summe überwiegt doch
„herrlich schöne Sonneninsel“